Kunstkonzept Hotel Regent

Symbiose von Mensch und Medien

KÖLN | AMERON HOTEL COLLECTION 2015

Auch nach Abriss, Neubau und der Wiedereröffnung im Jahr 2006 ist das Traditionshaus stolz auf seine prominenten Gäste. Viele Künstler, Musiker und Schauspieler kehrten hier schon ein.

Auszüge aus dem historischen Gästebuch schmücken heute die Lobby des Hotels. Das Portrait-Sujet wurde von dem Künstler Detlef aus dem Kahmen erneut aufgegriffen und humorvoll in seine Bista-Grafiken „Die schmutzigen Räuber“ adaptiert.
Auch die bekannte Berliner Fotografin Tina Winkhaus thematisiert mit ihrer karikaturhaften Inszenierung ein prominentes Stilmittel der Medienbranche.
Sie porträtiert in ihren Arbeiten die junge Generation. Dem skulptural wirkenden Boxer stehen die schemenhaften Fotografien der Turner gegenüber – wie in einer Filmkulisse werden die Protagonisten der Realität entzogen und in einer Dualität von Bewegung und Stillstand neu inszeniert. Je weiter der Gast in das Gebäude vordringt, desto abstrahierter wird die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema „Mensch und Medien“.

Künstler nutzen grafische Formen, Ebenen und Perspektiven als Gestaltungsmittel.
Die Originalgrafiken „Tattoo“ von Detlef aus dem Kahmen erinnern in ihrer arabesken Formensprache an die Rosetten der Glasfenster im Kölner Dom.
Die historischen Malereien der Kathedralenfenster stehen sinnbildlich für die frühen Medienerzeugnisse unserer Geschichte. Von der Analogie zur Glasmalerei und deren modernen Interpretation zeugt auch die Kunstserie „Layers“. Die Arbeiten der unter Pseudonym arbeitenden Künstlerin Emma Adam wurden speziell für dieses Hotel kreiert und angefertigt.
Grafische Motive werden in Pixel, die kleinste grafische Einheit virtueller Medien, aufgelöst und in einem speziellen Verfahren direkt hinter Glas gedruckt.
In Verbindung mit den dahinterliegenden Prints entsteht eine dreidimensionale Wirkung, die sich mit dem Blickwinkel des Betrachters stetig verändert. Durch diese Dynamik lassen die gerahmten Werke an Bildschirme denken.
 

©: Emma Adam

©: Detlef aus dem Kahmen

Die Originalgrafiken in den Zimmern sind Erweiterungen der Serie „Layers“ aus dem Restaurant. Diese Werke von Emma Adam sind Collagen, die durch die Kombination zweier Techniken entstehen. Der Hintergrund setzt sich aus Fragmenten aus Kunst- und Design-Magazinen zusammen, die durch Frottage-Drucktechnik aufgebracht werden. Als neu arrangierte Zitate aus der Kunstwelt bilden die Werke eine Analogie zur Medienmetropole am Rhein.
Im Vordergrund arrangiert die Künstlerin transparente Farbfolien, die sich überlagern und so einen eigenen geometrischen Rhythmus schaffen. Die Verbindung zwischen dieser inszenierten Kompositionen und den

intuitiven Applikationen der Frottage erschafft einen grafischen Kontrast, der sinnbildlich für die untrennbare Dualität von Zufall und Inszenierung steht.
In den Fluren und Konferenzräumen können die Gäste abstrahierte Printgrafiken diverser internationaler Künstler, beispielsweise von Mark Rothko, einem der bedeutendsten Repräsentanten des abstrakten Expressionismus und der Farbfeldmalerei, entdecken.
Die warmen, erdigen Töne der Kunstwerke werden auch im modernen Interior Design wieder aufgenommen und fortgeführt.

©: Emma Adam

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